Fürth ist lustig

Fürth ist lustig
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„Lach Dich gesund“ ist das Motto des Clownprojekte e.V.

Ja, was ist denn da los? Was macht denn die rote Nase im Krankenhaus? Falsch geraten, es ist nicht die Schnupfennase vom kleinen Fritz, sondern die kleinste Maske der Welt. Und hinter der verbirgt sich wahlweise Annerösli, Fanta, Nija, Puchino, Pista, Pippette, Bu, Yuni oder Pupille. Dass das nicht die Namen vom Oberarzt oder Röntgenassistent sein können, ist jedem klar, der einen Blick auf die bunte „Dienstkleidung“ wirft. Des Rätsels Lösung: In fränkischen Krankenhäusern ist Clownvisite! Zu Besuch kommen die Krankenhausclowns des Clown-Projekt e.V. seit 2005 bei den kleinsten Patienten: Schwerkranke und chronisch kranke Kinder auf der Intensivstation, Onkologie, Kardiologie, Dialyse und Psychosomatik genießen einen lustigen, seltsamen, bezaubernden, besonderen Moment, wenn dienstags in Fürth, donnerstags in Erlangen und freitags in Nürnberg die Clowns zu Besuch hereinschneien.

Das Clownsspiel im Krankenzimmer ist dabei nicht Show oder einstudierte Pose, sondern spontane und behutsame Interaktion mit Patienten, Besuchern und Angehörigen, ein Aufgreifen der momentanen Situation mit viel Fingerspitzengefühl, Sensibilität und Herz. So leichtfüßig im Vordergrund, so sorgsam geplant und nachbearbeitet ist das Spiel der Clowns im Hintergrund: Eine Clownvisite erfolgt immer zu zweit und im engen Austausch mit Ärzten, Pflegepersonal, Pädagogen und Psychologen. So erhalten die Clowns vorab Informationen zu den kleinen Patienten, um medizinische und pädagogische Notwendigkeiten zu beachten und Fettnäpfchen umgehen zu können.

Regelmäßig sind außerdem Supervision und künstlerisches Training angesagt, schließlich lassen die Schicksale der Kleinen auch die Großen nicht unberührt – und in jedem Clown steckt ein Mensch. Und diese Menschen bringen ihre ganz unterschiedlichen Begabungen und Ausbildungen in die Clownsarbeit mit ein. Alle sind ausgebildete Schauspieler für Clownerie, darunter Sängerinnen, Jongleure, Artisten, Poeten, Performer, Tänzer, Maskentheaterspieler. Finanziert wird das Clownsspiel des gemeinnützigen Vereins nicht durch die Krankenhäuser, sondern durch Spender, Sponsoren und Unterstützer, die um die Wichtigkeit und heilende Wirkung von Humor im Krankenhaus wissen (die auch Studien bestätigt). „Humor ist ein Mittel gegen alle Krankheiten,“ weiß Arzt und Clown Patch Adams.